Eigene Betrachtungen - Jambo

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Eigene Betrachtungen

Der Ridgeback wie wir ihn sehen!

Dies ist keine Beschreibung des Rassestandards, wie bereits vielfach publiziert, oder gar die Weisheit aus einen Lehrbuch, sondern basiert lediglich auf unserer eigenen Erfahrung mit unserem Jambo.

Wie kamen wir ausgerechnet auf den Ridgeback?

Nach 14 Jahren mit einem Schäferhund und 7 weiteren Jahren mit einem Dobermann, lernten wir die Rasse im Urlaub kennen. Die Ausgeglichenheit, gepaart mit der sportlichen Erscheinung und dem pflegeleichten Kurzhaar gefielen uns auf Anhieb. Gerne wären wir daher auch wieder dem Dobermann verfallen, wenn da nicht die zahlreichen negativen Erfahrungen mit unseren Mitmenschen gewesen wären. Daher an dieser Stelle... der Dobermann ist ein ganz phantastischer Hund, der bei richtiger Führung niemals unkontrolliert und agressiv reagiert! Es ist furchtbar schade, wie diese prachtvolle Rasse durch die Medien und vielleicht auch durch unsachgemäße Haltung in Verruf geraten ist. Wir hoffen dazu beitragen zu können dass dem Ridgeback ein solches Schicksal nie zuteil wird.

Der Ridgeback, so wie vielfach behauptet, ist ein eher emotionsloser Hund. Stets gelassen und fast schon träge scheint er zu sein. Schaut man hingegen genauer hin, so wird man bemerken dass er sehr wohl sehr wachsam ist und ihm nichts entgeht. Er bellt allerdings grundsätzlich nur wenn er tatsächlich eine Gefahr wittert. Grundlos, nur wegen einer Fliege an der Wand, wird er niemals bellen. Sollte der Ridgeback einmal Alarm schlagen, dann hat es einen Grund und man sollte der Sache unbedingt nachgehen.

Fremden gegenüber gibt er sich eher zurückhaltent. Eine kurze (anfangs vielleicht zu heftige) Begrüßung und schnell zurück auf seinen Schlafplatz! So ist der Ridgeback nicht nur aufgrund seines kurzen Fells, sondern auch durch seine unaufdringliche Art,  sehr gut im Haus zu halten. Ein Zwingerhund ist er auf gar keinen Fall! Der Ridgeback braucht unbedingt Familienanschluss und würde isoliert verkümmern! Im Umgang mit Kindern ist er sehr vorsichtig und liebevoll, wenn auch als Junghund hier und da etwas tollpatschig.

Bei richtiger Haltung ist er daher ein absoluter Familienhund!

Im Umgang mit anderen Hunden ist der Ridgeback freundlich und auf gar keinen Fall ein Raufbold. Er versucht jedem Streit mit dem für ihn nötigen Respekt aus dem Weg zu gehen. Was nicht bedeutet dass er sich im Ernstfall nicht verteidigen würde.

Wenn auch Wasser nicht unbedingt zu seinen Elementen zählt, so gibt es dennoch einige Ridgebacks die gerne ein Bad zur Abkühlung nehmen. Besonders der junge Ridgeback mag den Regen gar nicht. Da kann es durchaus passieren dass er zurück ins Haus zieht und einen Spaziergang ablehnt. Durchsetzen und trotzdem raus, denn schliesslich muss sich auch ein Ridgeback mal entleeren.

Auch wenn er zuhause genügsam und sehr ruhig ist, braucht er natürlich seinen täglichen Auslauf um mal richtig Dampf ablassen zu können. Er ist daher kein Hund für die Stadt, es sei denn man kann ihm und seinem Bewegungsdrang dennoch irgendwie nachkommen.

Bei der Erziehung braucht man in erster Linie viel Geduld, da der Ridgeback einerseits ein Spätentwickler ist und andererseits auch stehts die Kommandos seines Besitzers hinterfragt. Ruft man beispielsweise den Hund im freien Feld ab, so geht sein Kopf erstmal in alle Richtungen bevor er sich (vielleicht) entschließt den Weg zu Herrchen oder Frauchen anzutreten. Er hinterfragt! Auch ablegen auf harten und kalten Untergründen gefällt einem Ridgeback gar nicht. Versuchen Sie es lieber im weichen Gras (oder breiten Sie Ihre Jacke aus...lach).

Einige Ridgebacks lassen sich auf ein Spiel mit Ball oder Stöckchen werfen ein. Unser nicht! Einmal gebracht reicht! Warum wirft Herrchen oder Frauchen den Ball schon wieder weg? Irgendwas scheint damit nicht in Ordnung zu sein. Ein zweites Mal den Ball holen? Ne, kommt nicht in Frage! Zumindest nicht für unseren Jambo. Auch hier gibt es natürlich Ausnahmen. Wir kennen einige Ridgebacks die tatsächlich wie ein Hund reagieren. Und da sind wir vielleicht gerade bei einem wesentlichen Punkt angelangt. Da der Ridgeback noch ein relativ ursprüngliches Verhalten aufweist, kommt leicht der Verdacht auf dass dieser Hund schwer erziehbar sei. Dem möchten wir allerdings widersprechen. Der Ridgeback ist durchaus lernfähig und im Grunde genommen leicht zu führen.

Mit einer konsequenten und liebevollen Vorgehensweise erlernt er zu vertrauen und Kommandos zu befolgen. Bitte „Konsequenz“ auf gar keinen Fall mit Härte verwechseln! Konsequenz meint z.B., der Hund soll nicht auf das Sofa, also holen Sie ihn dort herunter. Er wird es natürlich wieder versuchen. Also holen Sie ihn wieder runter, und zwar „jedes“ Mal. Geben Sie nur einmal nach, verlieren Sie den Respekt bei Ihrem Hund. Aber bitte nicht schlagen!!! Kein Hund sollte in irgendeiner Form gezüchtigt werden. Ein scharfer Ton und ein strenger Blick genügen in der Regel. Falls unbedingt notwendig, packen Sie den Hund am Nacken, so wie es die Hündin mit ihren Welpen auch tut. Ein Lob hingegen sollte mit einer möglichst hohen Stimme ausgesprochen werden. Für kleine Belohnungen ist der Ridgeback sehr empfänglich. Aber Vorsicht, aus der Nummer muss man sich irgendwann auch wieder langsam rausschleichen. Und nochmals, Geduld ist die erste und vielleicht sogar wichtigste Voraussetzung für eine gute Erziehung.

Wir hoffen dass unsere Erfahrungen Ihnen helfen und Sie sich nicht leichtfertig für einen so großen Hund entscheiden. Ridgebacks in Not gibt es bereits zu viele! Überlegen Sie sich die Anschaffung sorgfältig und schauen Sie sich den Züchter ganz genau an. Schwarze Schafe gibt es schliesslich überall, auch unter Züchtern!

Noch Fragen? Anregungen? Unter „Kontakt“ können Sie uns geren eine Mail schicken und natürlich freuen wir uns auch über einen Eintrag in unserem Gästebuch.

 
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